Immobilienpreise in Österreich steigen weiter
Was die aktuelle ImmoScout24-Datenanalyse für Käufer:innen und Verkäufer:innen bedeutet
+4 % | +5 % | +10 % |
Die Angebotspreise für Kaufimmobilien sind im ersten Halbjahr 2026 in Österreich weiter gestiegen. Laut einer aktuellen ImmoScout24-Auswertung von 186.494 Inseraten wurden Häuser im Median um 4.187 Euro pro Quadratmeter angeboten. Das entspricht einem Plus von 4 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2025. Bei Eigentumswohnungen stiegen die Angebotspreise um 5 Prozent auf durchschnittlich 6.248 Euro pro Quadratmeter.
Gleichzeitig nahm das Angebot an Wohnungen um 10 Prozent zu, während die Zahl der angebotenen Häuser stabil blieb. Der Markt zeigt damit mehr Bewegung, allerdings mit deutlichen regionalen Unterschieden.
Häuser: Tirol an der Spitze, Burgenland weiterhin am günstigsten
Am teuersten bleibt der Hauskauf in Tirol. Mit 8.278 Euro pro Quadratmeter liegt das Bundesland klar an der Spitze. Ein Haus mit 130 Quadratmetern wird dort rechnerisch um rund 1,08 Millionen Euro angeboten. Wien folgt mit 6.616 Euro pro Quadratmeter, Salzburg mit 6.250 Euro.
Deutlich günstiger sind Häuser im Osten und Süden Österreichs. Im Burgenland werden 2.641 Euro pro Quadratmeter verlangt. Trotz eines Anstiegs von 8 Prozent bleibt es damit das preisgünstigste Bundesland. Rückgänge gab es in Oberösterreich mit minus 1 Prozent sowie in der Steiermark mit minus 2 Prozent.

Wohnungen: Österreichweit 6.248 Euro pro Quadratmeter
Eine Eigentumswohnung mit 70 Quadratmetern wird österreichweit im Median um rund 437.000 Euro angeboten. Am höchsten ist das Preisniveau in Tirol: 7.259 Euro pro Quadratmeter ergeben für 70 Quadratmeter rund 508.000 Euro. Vorarlberg, Wien und Salzburg folgen knapp darunter.
Den stärksten Anstieg verzeichnete Kärnten mit plus 7 Prozent. Im Burgenland gingen die ausgewiesenen Preise um 22 Prozent zurück. ImmoScout24 führt dies auf zahlreiche Neubauprojekte zurück, die den Vergleichswert 2025 außergewöhnlich stark erhöht hatten. 2026 liegt das Preisniveau laut Analyse wieder auf dem Niveau von 2024.

* Der Rückgang im Burgenland ist durch den außergewöhnlich hohen Neubauanteil im Vergleichszeitraum 2025 beeinflusst.
Was bedeutet das für Eigentümer:innen und Kaufinteressierte?
Für Verkäufer:innen
Die steigenden Angebotspreise sind grundsätzlich ein positives Signal. Entscheidend bleibt jedoch die regionale Marktlage. Ein realistischer Angebotspreis, eine hochwertige Präsentation und eine klare Vermarktungsstrategie sind wichtiger denn je, damit eine Immobilie nicht nur sichtbar wird, sondern auch zum passenden Preis verkauft werden kann.
Für Käufer:innen
Das größere Wohnungsangebot schafft mehr Auswahl und bessere Vergleichsmöglichkeiten. Gleichzeitig bleiben die Preisunterschiede zwischen den Bundesländern erheblich. Wer flexibel bei Lage, Objektgröße oder Zustand ist, kann weiterhin interessante Chancen finden.
Fazit: Der Markt steigt moderat, aber nicht überall gleich
Österreichs Kaufimmobilienmarkt entwickelt sich im ersten Halbjahr 2026 insgesamt nach oben. Häuser verteuern sich im Median um 4 Prozent, Wohnungen um 5 Prozent. Hinter diesen Durchschnittswerten stehen jedoch sehr unterschiedliche regionale Entwicklungen. Eine fundierte, lokale Bewertung bleibt daher die beste Grundlage für Kauf- und Verkaufsentscheidungen.
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Quelle und Methodik:
ImmoScout24-Datenanalyse, veröffentlicht am 4. August 2026. Grundlage sind 186.494 Datenpunkte aus Kaufangeboten der ersten sechs Monate 2025 und 2026 auf ImmoScout24.at. Ausgewiesen werden Angebotspreise, nicht tatsächlich erzielte Verkaufspreise. Als statistisches Mittel wurde der Median verwendet. Der Median hat im Gegensatz zum Mittelwert den Vorteil, dass er nicht durch wenige extrem billige oder wenige extrem teure Objekte verzerrt wird.
Grafiken auf Basis der veröffentlichten ImmoScout24-Tabellen neu gesetzt.
